Albtraum: Tsunami – Wie man sich davor schützen kann



Tsunamis haben meistens viel Zerstörung und zahlreiche Todesopfer zur Folge. Es gibt aber Mittel und Wege, um sich auf eine solche Gefahr einzustellen, sollte man in einem Gefahrengebiet verweilen.

Ein Schild, auf dem ein Mensch und eine Welle zu sehen sind und auf dem -Tsunami Evacuation Route- steht.
Es gibt Wege, um sich auf einen Tsunami vorzubereiten. Bildquelle: scym / pixabay.com



Schreckliche Bilder vergangener Tsunamis wie zuletzt auf der indonesischen Insel Sulawesi am 29. September 2018 dürften vielen Menschen noch in Erinnerung haben. Tsunamis fordern Menschenleben und bringen auch langfristige wirtschaftliche und humanitäre Schäden mit sich. Niemand möchte eine solch schwere Katastrophe in seinem eigenen Urlaub erleben. Sollte sich ein solcher Fall dennoch ereignen, ist es wichtig, vorbereitet zu sein.

Wie auf potenzielle Tsunamis vorbereiten?



Wie Sie sich vor Tsunamis schützen und auch vorbereiten, können Sie in diesem Beitrag nachlesen. Unter anderem sind folgende Punkte wichtig:


  • Herausfinden, welche Art von Alarmsystem am Urlaubsort vorhanden ist

  • Das Alarmsystem (Webseite, Radio, SMS-System etc.) regelmäßig beobachten

  • Wird der Alarm ausgelöst, das betroffene Areal sofort verlassen

  • Sich möglichst weit ins Innere des Landes und hohes Terrain bewegen

  • Unnötige Gegenstände zurücklassen, auch wenn es sich um Wertgegenstände handelt

  • Möglichst eine Erste-Hilfe-Tasche bzw. medizinische Versorgungsmöglichkeiten bei sich führen



Vanuatu ist laut Weltrisikoindex am meisten durch Naturkatastrophen gefährdet.
Länder mit dem größten Gefährdungsgrad durch Naturkatastrophen. Quelle: Bündnis Entwicklung Hilft; Uni Bochum




Wie entstehen Tsunamis?



Um diese und mehr vorbereitende Schritte im Hinterkopf zu behalten, ist natürlich schon bei der Urlaubsplanung wichtig zu wissen, ob es sich beim betroffenen Ort um ein potenzielles Gefahrengebiet handelt. Ein rudimentäres Wissen darüber, wie Tsunamis ausgelöst werden, ist ebenfalls von Vorteil:

UrsacheErläuterung
1. SeebebenEin Seebeben muss auf der Richterskala eine Stärke von 7,0 aufweisen, damit die Voraussetzungen für eine Tsunami-Welle geschaffen werden und die Wassersäule in Schwingung versetzt wird.
2. Tiefe des SeebebensWenn das Zentrum dieses Seebebens über einer Tiefe von 50 Kilometern liegt, kann eine Tsunami-Welle entstehen.
3. ErdbebenEine Abhebung und Absenkung des Meeresbodens durch ein Erdbeben sind notwendig, damit eine Welle dieses Ausmaßes entsteht. Schlammlawinen oder unterirdische vulkanische Aktivitäten können ebenfalls einen solchen Effekt haben.


Tabelle: Die Voraussetzungen für solche Seebeben werden geschaffen, wenn sich eine schwere ozeanische Platte unter eine leichte Kontinentalplatte schiebt.

Tsunamis am Roten Meer



Wie sieht die Situation jedoch am Roten Meer aus? Tsunamis sind in jüngerer Zeit kaum bis gar nicht zu verzeichnen. Allerdings driften die Afrikanische und Arabische Kontinentalplatte weiter auseinander, was durchaus für eine gewisse Erdbebenaktivität sorgen kann. Ob sich diese Aktivitäten auch in Form von Tsunamis äußern werden, ist jedoch nicht abzusehen. Erdbeben und vulkanische Aktivitäten können potenzielle Gefahrenquellen für das östliche Mittelmeer und das Rote Meer darstellen, außerdem für die Schiffsfahrt und die Hafen-Infrastruktur des Sueskanals.