Die Stadt Petra in Jordanien



Nur rund zwei Fahrstunden vom Roten Meer entfernt liegt mit der Felsenstadt Petra eine der herausragendsten Sehenswürdigkeiten Jordaniens. Die in den imposanten roten Felsen gehauene Stadt wurde nicht nur von der UNESCO zum Welterbe ernannt, sondern befindet sich auch auf der Liste der Neuen Sieben Weltwunder.

Petra ist eine der ältesten Siedlungen des Mittleren Ostens und ihre Spuren reichen bis ins 9. Jahrtausend vor Christus zurück. Die Blütezeit der Felsenstadt wird etwa auf das 2. Jahrhundert vor Christus datiert, als Petra die Hauptstadt des Nabatäer-Reiches wurde. Ihre Lage an den wichtigen Transportwegen für Seide und Gewürze hatte in der Stadt für florierenden Handel und entsprechenden Wohlstand gesorgt. In dieser Zeit wurden die herrlichen Fassaden, die heute noch begeistern, in den Sandstein geschlagen.
Die Besetzung durch die Römer, die Umlenkung der Handelsrouten, zwei Erdbeben und schließlich die Eroberung durch die Araber 663 läuteten das Ende der imposanten Felsenstadt ein.
1812 entdeckte der Schweizer Jean Louis Burchkhardt die Stadt im Nahen Osten, archäologische Ausgrabungen begannen allerdings erst in den 1920er Jahren. Forscher haben bislang auf etwa 20 Quadratkilometern rund 1.000 Gebäude und Ruinen ausgegraben. Schätzungen zufolge dürfte es sich dabei aber nur um 20 Prozent der antiken Felsenstadt handeln.

Jordanien Sehenswürdigkeiten Petra
Die Felsenstadt Petra wurde von der UNESCO zum Welterbe ernannt und befindet sich auf der Liste der Neuen Sieben Weltwunder

Die beeindruckende Stadt kann nur durch einen schmalen Pfad erreicht werden, der rund einen Kilometer durch eine Felsenschlucht führt. Herrliche Gesteinsformationen und die Farben der Felsen geben einen ersten Vorgeschmack auf das faszinierende Petra, das mit seinen Gräbern, Tempeln, Obelisken und Opferplätzen begeistert.
Am Ende des Ganges wartet das große Highlight der antiken Stadt. In herrlichen Rosatönen schillern die Farben der rund 43 Meter hohen Fassade des Schatzhauses, das als Grabstätte eines bedeutenden Königs im 1. Jahrhundert in den Stein gemeißelt wurde.
Durch das Schatzhaus hindurch führt der Weg ins Zentrum der antiken Stadt, vorbei am Römischen Theater, das ebenfalls direkt aus dem Fels geschlagen wurde. Bis zu 10.000 Zuschauer sollen in dem mit Säulen, Fresken und Statuen geschmückten Schauspielhaus Platz gefunden haben.
Die Felsenwand gegenüber wird „Königswand“ genannt und ist Fundstätte von 13 antiken Grabstätten. Von diesen nehmen Forscher aufgrund ihrer Pracht und Größe an, dass es sich um Königsgräber handelt. Das „Urnengrab“ etwa verfügt über eine Felsenhalle, deren schöne Fassade drei Grabnischen birgt und deren großer Vorhof von Säulen flankiert ist.
Eine monumentale Fassade schmückt auch den Felsentempel ad-Deir, der etwas außerhalb der Stadt auf einem Berg liegt. Der knapp 40 Meter hohe Tempel gilt als eines der beeindruckendsten Bauwerke der Nabatäer