Kulinarisches in Jordanien



In Jordanien wird wie in Syrien, Libanon oder Palästina levantinisch gekocht. Diese Küche zeichnet sich durch große Vielfalt und Variantenreichtum aus. Besonders zu Mittag ist der Tisch reichhaltig gedeckt.

Morgens beginnt der Tag mit einem für uns eher ungewöhnlichen Frühstück. Am Speiseplan steht dann nämlich Hummus oder Foul. Begleitend zu den pürierten Kichererbsen oder Saubohnen wird warmes Fladenbrot gegessen und Schwarztee getrunken.

Mittags wird mit der Vorspeise, Mezzah genannt, gestartet. Gereicht werden eingelegtes Gemüse, Salate und Soßen in vielen verschiedenen Variationen. Spezialitäten wie Baba Ghannoush, ein Auberginenpüree, Waraq Enab, gefüllte Weinblätter oder Taboule, ein Salat mit Hartweizen, Petersilie und Minze werden in bis zu 50 kleinen Schalen und Tellern serviert.
Das Hauptgericht besteht meist aus Huhn oder Lamm, das gegrillt und gemeinsam mit Fladenbrot, Reis und Gemüse verzehrt wird. Als Nationalgericht gilt Mansaf, das auf einer großen Platte angerichtet wird und für mehrere Personen vorgesehen ist. Köstliches gebratenes Lammfleisch wird mit einem Mandel-Pistazien-Reis sowie mit Joghurtsoße serviert. Vegetarier werden Maklouba lieben, ein Reisgericht mit Auberginen und Blumenkohl.
Als Nachtisch wird häufig Karufa aufgetischt. Die mit Nüssen zubereiteten Fladen sind wie die meisten Desserts sehr süß und beinhalten viel Honig oder Zuckersirup.

Typisch jordanische Getränke sind der Araq, ein Anisschnaps, der gerne auch verdünnt getrunken wird, sowie der arabische Kaffee. Dieser ist um einiges stärker als der Kaffee hierzulande und wird daher wie der sehr süße Tee aus kleinen Gläsern getrunken. Um ein weiteres Nachschenken zu verhindern, wird die Tasse leicht geschüttelt.
In Jordanien wird zudem Bier gebraut, das Amstel Bier wird von ausländischen Gästen ebenso gerne getrunken wie der jordanische Wein, der aus der Region des Berg Nebo stammt.

In Jordanien gelten einige Regeln, die unbedingt befolgt werden sollten. Hier ein paar Tipps, damit es nicht zum kulinarischen Fauxpas kommt:
Im Islam gilt es als unrein, mit der linken Hand zu essen. Die strenggläubigen Jordanier halten sich sehr genau an diese Regel und es wird sehr geschätzt, wenn sich der Gast aus dem Ausland anpasst.
Während des Ramadans gelten eigene Vorschriften, so etwa servieren Restaurants Speisen nur im Innenbereich. Das Konsumieren von Getränken oder das Rauchen sollte zu dieser Zeit ebenfalls nur in geschlossenen Räumen stattfinden. Der Ausschank von Alkohol ist zudem auf die Stunden nach dem Sonnenuntergang beschränkt.
Jordanier lieben es, in ihrem Haus Gäste zu bewirten. Eine Einladung zum Essen auszuschlagen kommt einer Beleidigung gleich und sollte jedenfalls vermieden werden.
Kulinarisches in Jordanien
Kulinarisches in Jordanien