Galiläas Geschichte und Attraktionen



Nur etwa eine Fahrstunde von der Hafenstadt Haifa liegt der See Genezareth, der das Zentrum von Galiläa bildet. Der größte Süßwassersee Israels ist der wichtigste Wasserspeicher des Landes und mit seiner Lage rund 200 Meter unter dem Meeresspiegel auch der tiefst gelegene Süßwassersee der Erde.
Aus religiöser Sicht ist der See Genezareth vor allem für die Christen interessant, denn viele Taten Jesu werden mit dem Gewässer in Verbindung gebracht. Hier soll Christus über das Wasser gewandelt sein.

Am Nordufer des Sees liegt der Berg der Seligpreisung, laut Bibel jener Ort, an dem der Gottessohn die Bergpredigt gehalten hat. Attraktiv ist der Berg aber auch für alle Nicht-Gläubigen, denn am Gipfel wartet ein atemberaubender Blick auf die wunderschöne Umgebung. Sehenswert ist die Kirche, die in Bezugnahme auf die acht Seligsprechungen der Bergpredigt auf einem achteckigen Grundriss erbaut wurde. Besonders ist zudem die Fassade der vom italienischen Architekten Antonio Barluzzi gestalteten Kirche, die aus weißem Kalkstein und schwarzem Basalt besteht.

Unweit der religiösen Stätte begeistert eine kleine Stadt namens Kapernaum, die ebenfalls in der Bibel als Predigtort Erwähnung fand. In der Zeit der Römer erlangte die Stadt Reichtum, von dem heute noch einige historische Gebäude zeugen. Zu sehen sind Überreste von Mauern und Gebäuden sowie die Ruinen einer Synagoge sowie des „Hauses des Petrus“, auf dessen Überresten später eine byzantinische Kirche stand.

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Die Ruinen der Synagoge Kapernaum

Der See Genezareth ist zudem ein Ort der Erholung, die Strände entlang des Sees bestehen teilweise aus feinstem Sand. Für Entspannung ist auch in den Schwefelbädern von Tiberias gesorgt. Die heißen Quellen verschaffen Linderung bei Arthritis, Rheuma oder Hauterkrankungen. In Tiberias begeistern zudem die Altstadt am Seeufer sowie die herrliche Aussicht vom Hügel der Gedenkstätte des Rabbi Akiva. Zahlreiche Hotels und Restaurants sowie Freizeitmöglichkeiten runden das touristische Angebot ab.

Südwestlich des Sees liegt die Stadt Nazareth, die wie die meisten anderen Orte in Galiläa einen starken Bezug zur Bibel hat. In Nazareth verkündete Gabriel der Jungfrau Maria die Empfängnis und Jesus durfte hier seine Kindheit und Jugend verbringen. Pilger aus aller Welt besuchen den Ort, an dem mehrere Sehenswürdigkeiten an die Geschichten aus der Heiligen Schrift erinnern: So befinden sich mehrere Kirchen in der Stadt, wobei die prächtigsten die Gabrielskirche und die Verkündigungsbasilika sind.
Die Altstadt Nazareths punktet mit ihren malerischen engen Gässchen und den kleinen Plätzen sowie dem lebhaften Markt. Abseits der christlichen Pfade locken weitere Attraktionen wie das ehemalige Badehaus, die Weiße Moschee oder das Herrenhaus, ein Museum, das wertvolle Stücke aus der Zeit der Ottomanen zeigt.