Israelische Sehenswürdigkeiten



Israel ist ein Land voller Kontraste, sowohl aus landschaftlicher, als auch aus kultureller Sicht. Entsprechend vielfältig sind die Sehenswürdigkeiten, welche das Land zu bieten hat, wobei es sich bei den Hauptattraktionen Israels vorwiegend um religiöse Monumente handelt.

Derlei Höhepunkte sind in Tel Aviv nicht anzutreffen. Denn das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum ist vor allem ein Ort für Reisende, die Israel fernab der Religionen erleben wollen. Zwar bietet Tel Aviv nur wenige Sehenswürdigkeiten, dafür ein einzigartiges Flair, das so nur in der Weltstadt am Mittelmeer zu erfahren ist. Hier werden die Begriffe Freizeit, Vergnügen und persönliche Freiheit großgeschrieben.

Im krassen Gegenteil dazu steht Jerusalem, dessen unzählige Sehenswürdigkeiten vor allem religiöser Natur sind. Der Höhepunkt der Stadt ist der Tempelberg, der gleich von drei Religionen verehrt wird und auf dessen Plateau die größte Moschee der Stadt sowie der imposante Felsendom stehen. Begrenzt wird der Berg unter anderem von der Klagemauer, die den Juden eine heilige Stätte ist. Sehenswert sind auch die Altstadt mit ihren verschiedenen Vierteln sowie die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Israel Sehenswürdigkeiten
Der Felsendom auf dem Tempelberg Har HaBayit in Jerusalem

Ebenfalls aus religiöser Sicht interessant ist Haifa. Die Bahai haben in der Stadt ihr geistiges und administratives Weltzentrum geschaffen, das neben dem Schrein des Bab auch über einen absolut sehenswerten Garten verfügt. Die Hafenstadt ist zudem ein guter Ausgangspunkt für Besichtigungen in der Region Galiläa oder erholsame Tage in den Kurorten am See Genezareth.

Erholung und Ruhe stehen auch am Toten Meer am Programm. Der abflusslose See ist vor allem wegen seines salzhaltigen Wassers berühmt, das zur Heilung von Haut- und Gelenkskrankheiten beiträgt. Unweit des Wassers erhebt sich die antike Festung Massada aus der Zeit vor Christi Geburt. Der König Herodes ließ die schwer zugängliche Festungsanlage erbauen, deren Ruinen heute noch bestehen und von der UNESCO zum Welterbe ernannt wurden.

Herodes gab auch den Auftrag für eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten Israels, der Caesarea Maritima. An diesem Ort befand sich einst eine antike Stadt und in späteren Jahrhunderten eine Kreuzfahrerburg. Die Ruinen des Amphitheaters, des Hippodroms sowie des Forums begeistern ebenso wie das Aquädukt, mit dem die Versorgung der Stadt mit Wasser gewährleistet wurde.

Landschaftlich interessant ist die Wüste Negev, eine felsige Wüstenlandschaft, die allerdings aufgrund ihrer Nähe zum Gazastreifen derzeit eher gemieden werden sollte.
Kritisch können auch Reisen nach Bethlehem, das die Geburtskirche und die Milchgrotte beherbergt sowie nach Jericho sein, denn beides liegt im Westjordanland.
Aufgrund des immer noch schwelenden Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern ist es ratsam, sich vor der Reise in Risikogebiete über Sicherheitsmaßnahmen zu informieren.