Kulinarisches in Israel



Die israelische Küche präsentiert sich höchst abwechslungsreich. Die zahlreichen gesellschaftlichen und ethnischen Bevölkerungsgruppen prägen die Kulinarik des Landes, die aus orientalischen, aber auch westlichen Gerichten besteht. Europäische Spezialitäten wie das Wiener Schnitzel, das ungarische Gulasch oder das russische Borschtsch stehen auf dem Speiseplan, allerdings abgestimmt auf den Geschmack der Einheimischen. Andererseits sind in der Speisekarte klassische orientalische Spezialitäten wie Falafel, Shashlik oder Hummus beziehungsweise jüdische Gerichte wie gehackte Leber zu finden.

Ein in der israelischen Küche allgegenwärtiger Begriff ist „koscher“, das auf die jüdische Art und Weise der Speisezubereitung hindeutet. So dürfen einige Nahrungsmittel wie etwa Schweinefleisch oder Krebse nicht gegessen werden, weil sie als unrein gelten oder andere müssen nach bestimmen Vorschriften zubereitet werden. Israels kulinarische Landschaft kennt aber neben den jüdischen Restaurants auch arabische oder internationale Lokale, die auf koschere Zubereitungsart verzichten.

Israel Kulinarik
Kulinarische Köstlichkeiten in Israel

Eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel in Israel ist Brot, das jeden Tag frisch gebacken wird. Die Zubereitung erfolgt klassisch oder mit einer typischen Mischung aus Salz, Sesam und Thymian. Beliebteste Zuspeise zur Backware ist Hummus, das bekannte Kichererbsenmus. Die israelische Variante mit Kräutern, Sesammus und Öl zählt sogar zu den besten im Nahen Osten. Besonders morgens und abends wird das leckere Brot verzehrt.

Die Hauptmahlzeit ist der Mittagstisch, der anfangs mit vielen verschiedenen Vorspeisen und Salaten sowie manchmal Suppe gedeckt ist, gefolgt von einem leckeren Hauptgericht. Am Speiseplan steht Lamm, Rindfleisch oder Huhn, als Beilage werden Gemüse und Kartoffeln gereicht. An den Küsten wird zudem gerne fangfrischer Fisch zubereitet.

Beliebte Snacks zwischendurch, die auch von Reisenden sehr geschätzt werden, sind Gerichte wie Schwarma, Boreka oder Falafel. Ersteres ist geröstetes Fleisch, das in dünnes Brot gewickelt wird, Boreka sind gefüllte Teigtaschen mit Gemüse oder Käse und unter Falafel versteht man frittierten Kichererbsenbrei, der mit Salaten und Soßen gegessen wird.

Nach dem Essen wird Kaffee serviert, der typisch orientalisch oder auch nach italienischer Art getrunken wird. Begleitend werden kleine Desserts gereicht, in arabischen Restaurants oftmals das typische Baklava.

Neben Kaffee und Tee werden in Israel gerne Fruchtsäfte getrunken, aber auch alkoholische Getränke erlangen zunehmend an Beliebtheit. Israel ist bekannt für seinen guten Wein, der mitunter auch koscher gekeltert wird. Angebaut werden Rebsorten, die auch bei uns ein Begriff sind: Chardonnay, Sauvignon Blanc, Merlot oder Cabernet. Bier wird in Israel nur von wenigen Brauereien hergestellt, die bekanntesten sind Goldstar und Maccabee.