Fische im roten Meer



Meeresforscher sprechen von über 1.200 Fischarten sowie mehr als 250 verschiedenen Korallenarten im Roten Meer, von denen 17 % beziehungsweise 8 % nur in diesem Teil der Welt vorkommen. Besonders verbreitet sind Vertreter der Familie der Barsche. Sand-, Riff-, Zacken-, Säge- oder Fahnenbarsche tummeln sich im Roten Meer. Regelmäßig zu sehen sind auch Soldaten-, Flöten- und Falterfische oder Skorpionfische, deren bekanntester Vertreter der spektakuläre aussehende Rotfeuerfisch ist.
Farbenprächtige Arten wie der Rotmeeranemonen-, der Arabische Kaiser-, der Buckelkopfpapageien- oder der Mondschwanz-Lippfisch sorgen für herrliche Eindrücke von der herrlichen Unterwasserwelt des Roten Meeres.
Vor allem beim Tauchen zu sehen sind Großfische wie Haie, Barrakudas oder Rochen.

Die Fauna des Roten Meeres birgt aber nicht nur großartige Blicke, sondern auch Bedrohungen für den Menschen, denn nicht alle Meerestierarten sind ungefährlich.
Die Gefahr der Drückerfische geht vom starken Gebiss aus, mit dem die Fische sogar Muscheln aufknacken oder Korallenstücke abbeißen können. Drückerfische verteidigen ihr Revier auf sehr aggressive Weise, die Näherung auf zehn Meter kann bereits einen Angriff auslösen.
Vorsicht ist auch bei der Begegnung mit Doktorfischen geboten. Die Doktorfische erhielten ihren Namen von den bis zu 20 Skalpellen, die die Spezies vor der Schwanzwurzel trägt. Bei Bedrohung setzt der Fisch sein Skalpell zur Verteidigung ein. Die Folge sind heftige Infektionen beim Menschen.
Mit Kreislaufstörungen und Lähmungen ist nach Angriffen von Skorpionfischen, zu denen auch die Stein- und Feuerfische gehören, zu rechnen. Das starke Gift kann in Ausnahmefällen sogar tödlich sein. Einige der Arten halten sich gerne in Ufernähe auf, wo es durch Unachtsamkeit immer wieder zu Unfällen kommt.
In der Nähe des Strandes können auch Quallen vorkommen. Die Portugiesische Galeere, aber auch einzelne Schirmquallen sind giftig und sorgen für heftige Beschwerden.

Fische rotes Meer - Fischarten
Fische im Roten Meer - der Feuerfisch

In Acht nehmen sollte sich der Reisende auch vor nesselnden Anemonen sowie giftigen Schwämmen und Korallen. Zudem kommen im Roten Meer Seeigel mit Giftdrüsen wie der Leder- oder Feuerseeigel sowie der ebenfalls giftige Dornenkronen-Seestern vor.
In tiefen Gewässern geht zudem Gefahr von einigen der über 40 verschiedenen Haiarten (siehe eigener Artikel) sowie von seinem Verwandten, dem Rochen, aus. Die Rochenarten sind mit Ausnahme des Blaupunkt-Stachelrochens meist ausgezeichnet getarnt und es kommt wie beim Skorpionfisch oftmals zu Unfällen durch Unachtsamkeit.
Vorsicht geboten ist auch vor den schnellen Barrakudas, die mit ihren starken Gebissen gefährliche Wunden verursachen können, sowie den in Höhlen und Spalten versteckten Muränen, deren Bisse oft zu schlimmen Infektionen führen.