Die Nekropole von Sakkara



Rund 25 Kilometer südlich von Kairo liegt die Nekropole von Sakkara, deren Name auf den Totengott Sokar zurückzuführen ist. Die Totenstadt zählte neben den Pyramiden von Gizeh und dem Tal der Könige zu den bedeutendsten Grabstätten des alten Ägyptens.
Bereits ab etwa 3.000 vor Christus, wurde Sakkara als Begräbnisstätte genutzt. Die ältesten Gräber wurden in Sakkara-Nord gefunden, es handelt sich dabei um mit Palastfassaden verzierte Mastabas.
Die ersten Könige, die sich in Sakkara bestatten ließen, stammten aus der 2. Dynastie. Von diesen Gräbern sind aber leider nur mehr die unterirdischen Kammern erhalten. In der 3. Dynastie läutete der Pharao Djoser schließlich die Zeit der Pyramidenbauten ein.

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Die Nekropole von Sakkara zählte zu den bedeutendsten Grabstätten des alten Ägyptens

Das riesige Freilichtmuseum besteht aus zahlreichen Gräbern, Mastabas, Katakomben, Totentempeln und Pyramiden, von den 12 von Königen genutzt wurden.
Herzstück ist dabei die Stufenpyramide des Djoser. Die rechteckige Pyramide ist rund 62 Meter hoch und zählt zu den spektakulärsten Bauten der Antike. Genau genommen handelt sich um einen ganzen Grabkomplex, denn eine massive Umfassungsmauer schließt nicht nur die Pyramide selbst, sondern auch eine Kolonnade mit Halbsäulen, zwei Scheingebäude und den Totenopfertempel ein.
Außerdem gibt es einen Festhof für das alljährlich stattfindende Sed-Fest, bei dem der Herrscher bei einem kurzen Lauf seine Kondition unter Beweise stellen musste. Die Markierungssteine für die zurückzulegende Strecke sind noch zu sehen.
Im Inneren der Pyramide findet sich ein komplexes Labyrinth aus Gängen, Kammern mit Magazinen und der Grabkammer des Königs. Leider ist der Bau einsturzgefährdet und daher für Besucher nicht zugänglich.

Sehr wohl zu besichtigen ist die bei Weitem kleinere Pyramide des Unas. Obwohl die Grabstätte von außen ziemlich mitgenommen aussieht, ist das Innere in gutem Zustand. Der aus der 5. Dynastie stammende Unas ließ seine Grabkammern mit Inschriften schmücken. Die berühmten Texte handeln von der Verbindung des Herrschers mit der Götterwelt sowie vom Aufstieg des Pharaos in den Himmel.

Herrliche Wandreliefs schmücken auch die Wände der Mastaba von Achtihotep und Ptahhotep. Zeichnungen und Figuren erzählen von den Tieren in der Wüste sowie vom Leben am Ufer des Nils. Sehenswert sind zudem die Scheintüren in den beiden Opferkammern.

Ebenfalls einen Besuch wert ist die Mastaba des Ti, die etwa um 2.400 vor Christus erbaut wurde. Der mit Pfeilersäulen gesäumte Hof führt zum Serdab, einem Raum mit Statuen des Verstorbenen, auf die Besucher aber nur durch einen kleinen Schlitz in der Wand blicken können sowie zur Grabkapelle und zur Grabkammer.