Luxortempel am Nilufer



Am Nilufer in der Stadt Luxor befindet sich der Tempel von Luxor, der gemeinsam mit dem Tempel von Karnak und den Kulturstätten in Theben West bereits 1979 von der UNESCO zum Welterbe ernannt wurde. Die Ausgrabungen der Tempelanlage begannen bereits Ende des 19. Jahrhunderts, dauern aber weiterhin an. Der Nil, dessen Verlauf sich immer mehr Richtung Osten verlagert, hat aber leider schon Teile des Areals für sich eingenommen.

Als Bauherren des Tempels gelten Amenophis III., der etwa 1.500 vor Christus den Auftrag für den Bau gegeben hat, sowie Ramses II. Aber auch es schon zu noch früherer Zeit, etwa während der Regentschaft der Königin Hatschepsut, gab es auf dem Gelände Bauten.
Auf dem Tempelareal sind auch jüngere Spuren der Geschichte erkennbar: So gibt es nicht nur eine Moschee zu sehen, die im Mittelalter auf dem von Wüstensand bedeckten Tempel erbaut wurde, sondern auch Reste von Kirchen aus frühchristlicher Zeit sowie Ruinen aus der Römerzeit. Somit beherbergt der Luxor Tempel Spuren aus dem alten, dem christlichen und dem islamischen Ägypten.
Der Tempel war immer wieder Zentrum großer Feierlichkeiten, wie etwa beim jährlich stattfindenden Opet-Fest, im Zuge dessen die Statuen des Amun, der Mut und des Chons in Barken von Karnak nach Luxor gebracht wurden.

Ägypten Sehenswürdigkeiten Luxortempel
Der Tempel von Luxor wurde von der UNESCO zum Welterbe ernannt

Der Tempel von Luxor ist etwas mehr als 250 Meter lang und wurde zu Ehren des Sonnengottes Amun, seiner Frau Mut und seinem Sohn Chons erbaut. Der Eingangspylon von 65 Meter Breite und 25 Meter Höhe zählt zu den größten Pylonen Ägyptens und wurde unter Ramses II. erbaut, der seine großen Feldzüge und Schlachten auf der Fassade darstellen ließ. Vor dem Tor befinden sich zwei rund 14 Meter hohe Sitzstatuen des Pharaos sowie ein Obelisk. Der andere der ursprünglich zwei Obelisken war ein Geschenk Ägyptens an Frankreich und ist am Place de la Concorde in Paris zu bestaunen. Gegenüber des Eingangstors sind die Überreste der Sphingenallee, die einst bis zum Tempel von Karnak führte, zu sehen.
Im Inneren begeistern die beiden Höfe, die von doppelten Kolonnaden aus Papyrusbündelsäulen umgeben sind sowie der Große Säulengang mit seinen wunderschönen Reliefs.
An den Hof des Amenophis III. schließen sich die heiligen Räume des Tempels an. Hier befindet sich auch das Barkensanktuarium für die Sänfte des Amun sowie der Geburtsaal, wo alljährlich die göttliche Geburt des Pharaos zelebriert wurde