Die Geschichte Ägyptens



Die Geschichte Ägyptens geht weit zurück und kann ganze Webseiten füllen. Hier eine kleine Übersicht über die lange und traditionsreiche Vergangenheit:

10.000 bis 3.000 vor Christus:
Schon vor vielen Jahrtausenden war der fruchtbare Boden entlang des Nils Heimat für viele Menschen.
Um 3.000 vor Christus gelingt es dem Pharao Menes, die Stämme Ober- und Unterägyptens zu vereinen und läutet damit die Zeit der Pharaonendynastien ein.

2.999 bis 332 vor Christus:
Zwischen der 3. und 6. Dynastie erfährt die ägyptische Hochkultur eine Blütezeit. Mit der Errichtung der legendären Pyramiden setzen sich einzelne Pharaonen ein Denkmal.
Ab etwa 2.200 zerfällt das Reich, bevor es um 2.000 durch Mentuhotep II. wiedervereint wird und schließlich zwischen der 11. und 14. Dynastie eine zweite Blütezeit erlebt. In dieser Zeit entstehen zahlreiche Tempelanlagen, von denen einige heute noch erhalten sind.
Ab 1.600 zerfällt das Reich erneut und ein asiatisches Volk, die Hyksos, nennt sich für kurze Zeit Herrscher über Ägypten.
Zwischen der 18. und 20. Dynastie wird Ägypten zur Großmacht. Berühmte Herrscher wie Ramses II. oder die Königin Hatschepsut regieren.
Ab 1.100 spaltet sich das Reich abermals und erst ab 700 erlebt Ägypten eine weitere Blütezeit.

332 bis 30 vor Christus:
Im Jahre 332 vor Christus erobert Alexander der Große Ägypten und gründet an der Mittelmeerküste Alexandria. Die Vormachtstellung der Griechen wird im ersten Jahrhundert vor Christus durch die Großmacht Rom gefährdet. Das Bündnis der Pharaonin Kleopatra mit Julius Caesar geht zwar noch gut, nach seinem Tod kommt es aber bald zum Krieg, aus dem die Römer als Sieger hervorgehen.

30 vor Christus bis 700 nach Christus:
Die römische Provinz Ägypten wird über Jahrhunderte ausgebeutet. Aus dem an Bedeutung gewinnenden Christentum entwickelt sich das Koptentum.

7. bis 19. Jahrhundert:
Mit der Eroberung des Landes durch die Araber hält der Islam Einzug. Diese Herrschaft hält bis ins 16. Jahrhundert, als die Türken das Land erobern. 1798 kann sich auch Napoleon für wenige Jahre Herrscher über Ägypten nennen.

19. Jahrhundert bis jetzt:
1832 wird das Land unter Mohammed Ali unabhängig und die Industrialisierung hält Einzug. 1869 wird der Suezkanal und 1902 der Assuan-Staudamm eröffnet.
1967 kommt es zum Sechstagekrieg mit Israel, im Zuge dessen der Nachbarstaat die Sinai-Halbinsel besetzt. Der Konflikt mit Israel hält bis zu den erfolgreichen Friedensverhandlungen Ende der 1970er Jahre an.
2011 erreicht der „Arabische Frühling“ Ägypten. Tausende Menschen begehren gegen den autoritären Führungsstil von Präsident Mubarak auf. Großflächige Demonstrationen fordern viele Menschenleben und Mubarak wird schließlich abgesetzt. Das Land befindet sich aber weiter im Umbruch.